Friedrich Jülg
Friedrich kommt vom Weingut. Aufgewachsen im Weingut Jülg in der Südpfalz, gehörte Wein für ihn schon immer dazu. Vom Weinberg bis in den Keller hat er das Handwerk von Grund auf kennengelernt.
Nach seinem Studium der Internationalen Weinwirtschaft in Geisenheim sammelte er Erfahrung im Weinhandel, unter anderem bei Hawesko, Jacques’ Wein-Depot, Vicampo und Raventós Codorníu. In Berlin konzentrierte er sich schließlich ganz auf die Gastronomie, zuletzt bei der Wein & Glas Compagnie.
Vom Sternerestaurant bis zur Eckkneipe, von der Bar bis zum Hotel. Genau das ist bis heute sein Ding: Gute Weine finden, die richtigen Leute zusammenbringen und dafür sorgen, dass die Flaschen am Ende leer sind.
Julius Lemp
Julius kommt aus der Gastronomie. Als Sommelier arbeitete er viele Jahre in der Berliner Sternegastronomie, mit Stationen im Rutz, Reinstoff und Cinco im Stue Hotel. Wein kennt er deshalb vor allem dort, wo er am Ende zählt: Auf der Karte und am Tisch.
Sein Wissen vertiefte er an der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz und als IHK-Sommelier sowie mit den ersten drei Levels des Wine & Spirit Education Trust.
Zuletzt wechselte Julius für Laurent-Perrier in den Vertrieb und betreute die Berliner Gastronomie. Heute bringt er bei Winzerbruder beides zusammen: Die Erfahrung aus der Gastronomie und den Blick eines Sommeliers.
Noch nie hat es eine Winzergeneration gegeben, die so divers, weltoffen, interessiert und zugleich gut ausgebildet ist.
Neue Welle
Eine neue Generation von Winzer:innen denkt Wein anders. Offen, eigenständig und mit Respekt für das, was vor ihnen war. Sie arbeiten ökologisch, fördern Biodiversität und verstehen den Weinberg als lebendigen Ort, nicht als Produktionsfläche.
Im Keller gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Spontane Gärung, langes Hefelager, wenig Filtration und zurückhaltender Schwefel geben den Weinen Zeit und Raum, ihren eigenen Charakter zu entwickeln.
Dabei geht es nicht um Naturwein oder Klassik, nicht um Trends oder Dogmen. Es geht um Herkunft, Handwerk und Persönlichkeit. Und am Ende um eine ziemlich einfache Sache: Richtig guten Wein zu machen.
Genau diese Weine suchen wir.
Was uns wichtig ist
Wein muss schmecken. Punkt.
Egal ob Klassiker oder Naturwein: Am Ende muss Wein schmecken. Wenn er im Glas nicht zündet, keine Freude macht und man keine Lust auf das nächste Glas bekommt, wozu das Ganze? Es gibt zu viele großartige Weine auf dieser Welt, um sich mit Durchschnitt zufriedenzugeben. Denn am Ende gilt: Nur eine leere Weinflasche war eine gute Weinflasche.
Herkunft ist König.
Für uns muss ein guter Wein zeigen, wo er herkommt. Boden, Klima und Herkunft sollen im Glas erkennbar bleiben und nicht überschminkt werden. Ob Naturwein oder Klassiker, welche Rebsorte, Appellation oder welcher Ausbau spielt dabei keine Rolle. Am Ende sollte ein guter Wein immer die Handschrift seiner Herkunft tragen.
Der Schlüssel heißt Balance.
Balance ist für uns keine Frage des Stils. Ein Wein darf wild, kantig, leicht oder kraftvoll sein. Aber wenn Säure, Tannin, Holz oder Alkohol alles andere überfahren, macht es keinen Spaß. Am Ende müssen die Dinge zusammenpassen. Dann knallt ein Wein auch, ohne laut sein zu müssen.
Ökologie ist keine Option - sie ist Pflicht.
Wein beginnt im Boden. Und der sollte gesund sein. Deshalb setzen wir auf ökologische oder biodynamische Bewirtschaftung: lebendige Böden, mehr Biodiversität und weniger Chemie. Klingt eigentlich ziemlich selbstverständlich. Finden wir auch.
Frei von Mängeln und Banalitäten
Nur weil „Naturwein“ draufsteht, wird aus einem Weinfehler noch kein Charakter. Brett, Mäuseln oder stinkige Fehltöne bleiben Fehler und haben bei uns nichts im Glas verloren.
Genauso wenig suchen wir technisch glattgebügelte Weine. Wenn am Ende nur saubere Primärfrucht und Tutti-Frutti übrig bleiben, fehlt uns das Entscheidende: Spannung, Herkunft und eine eigene Handschrift.
Unsere Auswahl ist bewusst und unabhängig. Wir suchen Handwerk statt Uniformität, Charakter statt Perfektion um jeden Preis. Am Ende soll ein Wein vor allem eines: richtig gut sein. Und Spaß machen. Ohne Ausreden.